Würzburg-Marathon 2004

4500 Flaschen Würzburger-Hofbräu Jubiläumsbier

mehr als 5000 Flaschen Erdinger Alkoholfrei

11 000 Liter Mineralwasser

6000 Liter Apfelsaft,

15 000 Liter Trinkwasser

800 kg Bananen

Das ist das Rezept für den Würzburg-Marathon 2004!

Seit 11 Monaten bereiten wir, das Orga-Team gemeinsam mit Michael Littmann diese Großveranstaltung vor.

Seit mehreren Wochen sind wir um jeden Helfer dankbar. Mehr als 500 Helfer unterstützen uns in den letzten Tagen, also in der heißen Phase. In Abendfüllenden Aktionen wurden die 5000 Tüten mit den Startnummern und allerlei Beigaben gefüllt. Am Freitag wir das Messezelt von unzählig fleißig zupackenden Händen bis in die Nacht hinein für die Marathonmesse vorbereitet.

Samstag: Um 10 Uhr beginnt die Startnummernausgabe, schon einige Zeit vorher stehen die Läufer an, heiß auf Ihre Startunterlagen.

Dann geht es los.... Das Team der Startnummerausgabe singt noch schnell ein Geburtstagsständchen....für Stefan Lehmann.....dem Leiter der Startnummernausgabe....und jetzt gibt es keine Pause mehr bis 20 Uhr Abends.

Das Wetter zeigt sich von seiner besten Seite, über 500 Läufer entschließen sich dazu zum Nachmeldeschalter zu gehen. Mit so einem Zulauf hätte ich nicht gerechnet!

Etwa um 22 Uhr geht es nach Hause

Sonntag: Evi meine Frau ist mit unserem Sohn David ab 5:45 Uhr wieder im Messezelt. Die letzte Phase der Startnummernausgabe....

Ich habe die ganze Nacht unruhig geschlafen, wie immer in der Nacht vor dem Marathon. Um 6:00 verlasse ich das Bett.

Als erstes trinke ich wie immer vor dem Marathon 1/2 Glas Wasser, der Darm soll angeregt werden. Dann esse ich an diesen Tag Cornflakes, gehe an meinen Laptop hole Mails, schaue in das Forum von www.wuerzburg-marathon.de und beantworte ein paar Fragen.

Die Nervosität wächst......dann greife ich zum Melkfett und reibe alle empfindlichen Körperteile und mein Gesicht ein. Die Laufkleider werden angezogen, die Startnummer befestigt....

Um 7:30 geht es los, gemeinsam mit Georg der an diesem Tag seinen ersten Marathon bestreiten will, er ist nicht minder Nervös.

Sina und Stefan fahren mit uns zum Veranstaltungsgelände.

Um 7:45 sind wir im Messezelt, es ist die Hölle los, an jedem Schalter stehen massenweise Läufer, alle wollen nur eines....die Startunterlagen.

Ich kann nicht anders, schnell gehe ich hinter die Schalter und helfe mit die Läufer zu bedienen.

8:45 der Weg zum Startblock

Nun muss ich aber los, gemeinsam mit Georg, Fred, Marcus, Manuel und Roland geht es zum Startbereich. Nach 5 Minuten sind wir da, .......gemeinsam mit knapp 5000 Gleichgesinnten.

Mit einer kleiner Verzögerung starten wir um etwa 9:15. Der Marathon beginnt!!

Nun kommt die Sonne heraus, wunderbar für die zahlreichen Streckenfeste, für die Zuschauer.

Die Läufer werden heute viel trinken müssen!

Ich fühle mich sehr gut, das sollte sich aber bald ändern...

Die ersten 21 km waren super, ich genieße es an den zahlreichen Musikgruppen vorbeizulaufen... die Arbeit hat sich gelohnt!!!!

Ab Kilometer 25 wendet sich das Blatt radikal, von einem Augenblick auf den anderen geht es mir grottenschlecht. Selbst jetzt wo ich diese Zeilen schreibe läuft es mir kalt den Buckel herunter.

Noch 17 km.... und ich kann jetzt schon kaum noch laufen.. das wird bestimmt schrecklich denke ich mir.

Aber ich will weiter...in Heidingsfeld überholen mich die 4:30 Läufer, ich probiere dran zu bleiben.

Keine Chance, es kommen immer häufiger Gehpausen, Spaß macht mir das nun nicht mehr, Ankommen ist die einzige Devise, nur noch ankommen.

Nach 4:45 ist das Ziel in Sichtweite, endlich...... Die letzten Kilometer habe ich mich mit einem Läufer gemeinsam zum Ziel gequält, Danke, er hat es mir um einiges erleichtert, gemeinsam jammern fällt erheblich leichter.

Im Ziel angekommen empfangen mich mehrer Freunde. Die denken bestimmt, der Spinnt, denke ich mir!

Nun will ich mich nur noch hinlegen, im Zielbereich sind schöne Rasenstücke, da lasse ich mich mit Unterstützung meiner Frau Evi nieder, dann kommt das Getränk das ich so sehr als Läufer schätze...

Ein Erdinger Alkoholfrei......

Das war eine Quälerei heute, im November ist der nächste... der New York Marathon,

Günter Herrmann, 1 Woche nach dem Marathon, wieder topfit, der Schmerz vergeht, der stolz bleibt...