MARATHON
Warum tut man sich das an???
Vor ein paar Jahren habe ich mir einmal diese Frage gestellt.
Die spinnen doch, das ist bestimmt nicht gesund, so einen Quatsch würde ich niemals machen.
2001........
Im Frühling des Jahres 2001 war ich mit meiner Familie, fast durch Zufall, als Zuschauer zum Würzburger Residenzlauf gekommen. Die Begeisterung der Läufer und Zuschauer faszinierte mich gewaltig. Noch während des Laufes wurde ich neugierig, ob ich das auch schaffen würde.
Nach ein paar Tagen zog ich meine alten Turnschuhe an und lief los. Bereits nach wenigen hundert Metern ging mir die Luft aus. Mein Gott, so eine Quälerei, schoss es mir durch den Kopf.
Ich beschloss, gemütlich zurück zu laufen. Dann wurde mir der Tipp zum Kauf eines Pulsfrequenzmessers gegeben. Dank Aldi war dieser auch günstig zu finanzieren.
Der erste Lauf mit diesem Gerät zeigte mir sofort, wo mein Fehler lag.
Die Pulsfrequenz lag kaum unter 180, und auch 200 war schnell erreicht.
Ich lief einfach für einen Anfänger zu schnell.
Nun richtete ich meine Laufgeschwindigkeit total nach dem Aldimeter.
Und siehe da, 5 Kilometer waren kein Problem mehr.
Ich war begeistert!!!!!
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2002...
Mein erster (Halb)Marathon...in Würzburg
10 km waren nun kein Problem mehr für mich, daher nahm ich mir dieses Experiment vor.
Mein Gott, war ich aufgeregt, die ganze Nacht hatte ich kaum geschlafen, wie sollte ich das überstehen.
Als ich am Morgen die Menschenmassen sah, wurde mir ganz anders!
Der Startschuss fiel... ,es ging los.
Die Aufregung ging zurück und ich fand plötzlich Gefallen daran.
Nach über 2 Stunden lief ich gemeinsam mit dem Gewinner des Marathons durchs Ziel.
Nur mit dem kleinen Unterschied, dass ich 21, und er 42 km hinter sich hatte.
Ich fühlte mich spitze, die Zehen bluteten zwar, aber das war absolute Nebensache.
Das Ziel war für mich klar...
Ich muss zum Marathon nach Frankfurt!
Wenn Joschka das schafft, dann kann das doch kein Problem sein!!!
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FRANKFURT-MARATHON
Der Tag fing schon gut an.
Strömender Regen begleitete uns auf der Fahrt von Würzburg nach Frankfurt.
Der Startschuss fiel, mein erster Marathon, das große Abenteuer begann.
Bei km 2 stand meine Frau Eva, mit David unserem Jüngsten, der für den Mini-Marathon in Frankfurt gemeldet war.
Mein Freund Roland war auch da, um mir die Daumen zu drücken.
Mein Ziel für diesen Lauf war "ANKOMMEN" ,aber das war gar nicht so einfach.
Trotz meiner intensiven Vorbereitung in den zurückliegenden Monaten, erwischte es mich nach etwas mehr als 30 Kilometern.
Die Beine wurden ständig schwerer und es war gar nicht so einfach, den inneren Schweinehund zu besiegen.
Das Wetter wurde immer mieser, der Orkan, der allen Läufern zu schaffen machte, bremste gewaltig.
Zeitweise hatte ich das Gefühl, nicht mehr vorwärts zu kommen.
Kilometer 37, 38, 39, 40, 41... ,das war echt heftig.
Die letzten hundert Meter........., Jetzt....auf....stell dich nicht so an....
Die Ziellinie war erreicht, herrlich, ein tolles Gefühl, ich bin der Größte, heute Abend melde ich mich für den Würzburg Marathon 2003 an.......
Das tat ich auch...
Schon komisch, wie schnell man unangenehme Dinge vergessen kann.
In der letzten Zeit wird mir von meinen Freunden immer wieder die Frage gestellt...
Macht Laufen süchtig....???
Quatsch, süchtig, und wenn, Hauptsache Spaß macht's, man lebt nur einmal!!!!